Energieschulden

Mietschulden umfassen auch Energieschulden. Teil  der Mietschulden sind nämlich die Betriebskostenvorauszahlungen. Diese enthalten anteilig Heizkosten und Beleuchtungskosten. Es gibt aber auch Energieschulden, die der Mieter nicht bei seinem Vermieter, sondern direkt bei den Versorgern hat. Jeder Mieter bezieht Wohnungsstrom für seine Beleuchtung, den Herd oder die Waschmaschine. Bei dezentralen Heizsystemen schließt der Mieter ebenfalls in den meisten Fällen einen Versorgungsvertrag direkt mit einem Gas- oder Stromversorger. Kommt es bei diesen Verträgen zu Schulden, so betreffen sie den Vermieter nicht direkt. Aber sie können trotzdem zu Problemen im Mietverhältnis führen, wenn eine Wohnung nicht beheizt oder ohne Strom ist. In den […]

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Kapitalkosten

Kapitalkosten sind nach § 19 Absatz 1 der II. BV die Kosten, die sich aus der Inanspruchnahme der im Finanzierungsplan ausgewiesenen Finanzierungsmittel ergeben. Zu den Kapitalkosten gehören die Eigenkapitalkosten und die Fremdkapitalkosten. Kapitalkosten sind vor allem die Zinsen für das Fremd- und das Eigenkapital. Die Tilgung gehört nicht zu den Kapitalkosten. Eigenkapitalkosten sind nach § 20 Absatz 1 der II. BV die Zinsen für die Eigenleistungen. In Wirtschaftlichkeitsberechnungen werden häufig die in § 20 Absatz 2 der II. BV genannten 4 % angesetzt. Fremdkapitalkosten sind nach § 21 Absatz 1 der II. BV die Zinsen für Fremdmittel sowie laufende Kosten, die aus Bürgschaften […]

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Eigentümer

Deutschland ist Mieterland. Anders als in den meisten anderen Ländern wohnen hierzulande in über 50 % der Wohnungen Mieter. Aber auch diese Wohnungen gehören jemandem. Die Struktur der Wohnungseigentümer ist sehr heterogen. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. hat sie in dem nachfolgenden Schaubild visualisiert: Schaubild: GdW Der rechte Strang zeigt die Anzahl der Eigentümer, die ihre Immobilien selbst bewohnen. Das betrifft gut 43 % aller Wohnungen. Wohnungswirtschaftlich sind sie vor allem als Nachfrager von Dienstleistungen relevant, also für Hausverwaltungen oder Unternehmen aus dem Bereich Facility Management. Der mittlere Strang zeigt die Anzahl der Privatpersonen, die hier als […]

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Finanzierungsplan

Im Finanzierungsplan sind nach § 12 Absatz 1 II. BV die Mittel auszuweisen, die zur Deckung der Gesamtkosten dienen (Finanzierungsmittel). Sie gliedern sich auf in Fremdmittel und Eigenleistungen (§ 12 Absatz 1 Nummer 1 und Nummer 3 II. BV). Man spricht auch von Fremdkapital und Eigenkapital. Sie dienen der Finanzierung der Kosten des Baugrundstücks und der Baukosten. Fremdmittel sind vor allem Darlehen von Banken oder Versicherungen. In § 13 der II. BV sind noch weitere Fremdmittel genannt (Z.B. gestundete Restkaufgelder oder Mietvorauszahlungen), die jedoch im wohnungswirtschaftlichen Alltag keine Rolle spielen. Eigenleistungen sind die Leistungen des Bauherrn, die zur Deckung der Gesamtkosten dienen, […]

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Wohnungsbestand

Die Wohnungswirtschaft befasst sich vor allem mit dem Wohnungsbestand. Es gibt etwa 41,7 Mio. Wohnungen in Deutschland. 2015 wurden ungefähr 250.000 Wohnungen neu gebaut. Das sind etwa 0,6 % des Bestandes. Bei allen Debatten um die Notwendigkeit des Neubaus sieht man an den schieren Zahlen, wo die Musik spielt. Mehr als 80 % des deutschen Anlagevermögens ist in Immobilien gebunden. Die rund 41,7 Millionen Wohnungen entsprechen 49 % des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks. Zu Wiederbeschaffungspreisen entspricht das einem Anlagevermögen von rund 4.808 Milliarden EUR (GdW, Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2016/2017, Seite 13). Davon befinden sich 87 % im Eigentum privater Haushalte (GdW, Wohnungswirtschaftliche Daten und […]

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Kapitaldienstdeckung

Die Kapitaldienstdeckung gibt an, welchen Anteil aus den Mieteinnahmen ein Wohnungsunternehmen für den laufenden Kapitaldienst aus Zins- und Tilgungszahlungen aufzuwenden hat. 2014 lag die Kapitaldienstdeckung der im GdW organisierten Wohnungsunternehmen bei 37 % (GdW, Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2016/2017, Seite 10). Bild: Aleksei / Fotolia

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Mietschulden

Die Zahlung der vereinbarten Miete ist die Hauptleistungspflicht des Mieters (Mehr dazu in unserem Beitrag „Die Miete”). Seine anderen Pflichten sind demgegenüber von untergeordneter Bedeutung. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, so entstehen Mietschulden. Jeder Vermieter kennt dieses Problem. 2 % muss man im Schnitt mindestens kalkulieren. So sieht es auch § 29 der II. BV vor. Wir werden uns auf unserer Website an verschiedenen Stellen auch mit dem Thema Mietschulden auseinandersetzen. Dabei geht es um Zahlen zu den Mietschulden, um präventive Maßnahmen und um die juristischen Möglichkeiten, Mietschulden so gering wie möglich zu halten. Am besten ist es natürlich, Mietschulden […]

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Sozialer Wohnungsbau

Als sozialen Wohnungsbau bezeichnet man den staatlich geförderten Bau von Wohnungen für Mieter, die ihren Wohnungsbedarf nicht am freien Wohnungsmarkt decken können. In diesem Sinne stellt der soziale Wohnungsbau eine staatliche Transferleistung dar. Die Gegenleistung, die die Eigentümer und Vermieter für die Förderung zu erbringen haben, ist eine zumeist langjährige Belegungsbindung sowie die Beschränkung der Miethöhe auf die sogenannte Kostenmiete, unabhängig von der jeweiligen Marktmiete. Durch die Entwicklungen der letzten Jahre in Berlin, insbesondere durch die mittlerweile erreichten Mieten für die Sozialwohnungen, die häufig über dem Durchschnitt des Berliner Mietspiegels liegen, haben sich beide Beschränkungen jedoch relativiert. Außerdem nimmt die Zahl […]

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