Baukosten

Die Baukosten sind Teil der Gesamtkosten, wenn die Wirtschaftlichkeit für öffentlich geförderten Wohnraum zu ermitteln ist. Was zu den Baukosten gehört, ergibt sich aus § 5 Absatz 3 der II. Berechnungsverordnung (II. BV).

Nach § 5 Absatz 3 der II. BV sind Baukosten

  1. die Kosten der Gebäude,
  2. die Kosten der Außenanlagen,
  3. die Baunebenkosten,
  4. die Kosten besonderer Betriebseinrichtungen sowie
  5. die Kosten des Gerätes und sonstiger Wirtschaftsausstattungen.

Die Baunebenkosten werden in § 5 Absatz 4 der II. BV weiter aufgegliedert in

  1. die Kosten der Architekten- und Ingenieurleistungen (Sie müssen nach § 8 Absatz 2 II. BV auf der Grundlage der HOAI berechnet werden) ,
  2. die Kosten der dem Bauherrn obliegenden Verwaltungsleistungen bei Vorbereitung und Durchführung des Bauvorhabens (Sie sind nach § 8 Absatz 3 II. BV aus den Baukosten zu berechnen),
  3. die Kosten der Behördenleistungen bei Vorbereitung und Durchführung des Bauvorhabens, soweit sie nicht Erwerbskosten sind,
  4. die Kosten der Beschaffung der Finanzierungsmittel, die Kosten der Zwischenfinanzierung und, soweit sie auf die Bauzeit fallen, die Kapitalkosten und die Steuerbelastungen des Baugrundstücks,
  5. die Kosten der Beschaffung von Darlehen und Zuschüssen zur Deckung von laufenden Aufwendungen, Fremdkapitalkosten, Annuitäten und Bewirtschaftungskosten,
  6. sonstige Nebenkosten bei Vorbereitung und Durchführung des Bauvorhabens.

Es handelt sich hier um einen umfassenden Baukostenbegriff, der alle Aufwendungen umfasst, die für und während der Erstellung des Bauvorhabens anfallen und finanziert werden müssen. Abweichend davon befasst sich die DIN 276 nur mit den unmittelbaren Kosten, die die Errichtung des Gebäudes verursacht.

Bild: marcus_hofmann / Fotolia

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