Bewirtschaftungskosten

Bewirtschaftungskosten sind wie Kapitalkosten Teil der laufenden Aufwendungen. Was zu den Bewirtschaftungskosten gezählt wird, ergibt sich aus § 24 der 2. Berechnungsverordnung. Das Tatbestandsmerkmal „laufend” ist hier anders zu verstehen als bei den Betriebskosten. Es dient vor allem der Abgrenzung von den Bau– und den Kapitalkosten. Die Einbeziehung der Instandhaltungskosten zeigt hier deutlich, dass es durchaus auch einmalige Kosten sein können.

§ 24 Bewirtschaftungskosten

(1) Bewirtschaftungskosten sind die Kosten, die zur Bewirtschaftung des Gebäudes oder der Wirtschaftseinheit laufend erforderlich sind. Bewirtschaftungskosten sind im einzelnen

  1. Abschreibung,
  2. Verwaltungskosten,
  3. Betriebskosten,
  4. Instandhaltungskosten,
  5. Mietausfallwagnis

(2) Der Ansatz der Bewirtschaftungskosten hat den Grundsätzen einer ordentlichen Bewirtschaftung zu entsprechen. Bewirtschaftungskosten dürfen nur angesetzt werden, wenn sie ihrer Höhe nach feststehen oder wenn mit ihrem Entstehen sicher gerechnet werden kann und soweit sie bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind. Erfahrungswerte vergleichbarer Bauten sind heranzuziehen. Soweit nach den §§ 26 und 28 Ansätze bis zu einer bestimmten Höhe zugelassen sind, dürfen Bewirtschaftungskosten bis zu dieser Höhe angesetzt werden, es sei denn, daß der Ansatz im Einzelfall unter Berücksichtigung der jeweiligen Verhältnisse nicht angemessen ist.

Bild: magele-picture / Fotolia

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