BGH: Das hohe Alter eines Mieters allein begründet keine Härte im Sinne des § 574 Absatz 1 Satz 1 BGB

Das hohe Alter eines Mieters allein (Im entschiedenen Fall fast 90 Jahre) begründet nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 3. Februar 2021 (VIII ZR 68/19) ohne weitere Feststellungen zu den sich hieraus ergebenden Folgen für den betroffenen Mieter im Falle eines erzwungenen Wohnungswechsels grundsätzlich noch keine Härte im Sinne des § 574 Absatz 1 Satz 1 BGB. Der Annahme, das hohe Lebensalter des Mieters gebiete auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters in der Regel die Fortsetzung des Mietverhältnisses, liege eine unzulässige Kategorisierung der nach § 574 Absatz 1 Satz 1 BGB abzuwägenden Interessen zugrunde.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem Beitrag “Die Sozialklausel”.

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