Schreiben

Im nächsten Schritt folgt die Arbeit an Wort und Satz: der Text wird formuliert. Dies ist nicht der erste und nicht der letzte, aber der wichtigste Schritt. Das Material liegt vor, wurde gesichtet, bewertet und geordnet. Die Gliederung steht zumindest in groben Zügen. Es geht nun darum, wie ein Bildhauer aus dem Marmorblock, der unbehauen im Atelier steht, die Figur herauszuarbeiten, die man im Geiste oder auf den Skizzen bereits vor sich sieht. Man kann mit dem ersten Absatz beginnen. Man kann aber auch mit einem Teil des Textes starten, zu dem einem sofort etwas einfällt oder zu dem bereits […]

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Gliedern

Wenn das Material geordnet ist, entsteht als nächstes die Gliederung des Textes. Sie ergibt sich zum großen Teil aus den Erfordernissen, die Art und Anlass des Textes vorgeben. Kapitel, Abschnitte, Absätze, Überschriften, Aufzählungen, Hervorhebungen und andere derartige Stilmittel helfen, die innere Struktur für den Leser sichtbar zu machen, zeigen den roten Faden auf und heben Wesentliches hervor. Vor allem Absätze erhöhen die Lesbarkeit von längeren Texten. Sie signalisieren einen Sinnzusammenhang (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 158) und erleichtern dadurch den Überblick über den Text. Texte von mehr als zwei Seiten Länge sollten darüber hinaus in Abschnitte gegliedert werden, die durch […]

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Ordnen

Wenn die Recherche abgeschlossen ist und das Material auf dem Tisch liegt, muss es im nächsten Schritt gesichtet, auf seine Relevanz und seine Brauchbarkeit hin überprüft und entsprechend geordnet werden. Nützliches und Überflüssiges wird voneinander getrennt. Bei diesem Arbeitsschritt müssen Sie nicht alle Texte Wort für Wort durchlesen. Das erfolgt später im Zuge des Schreibens. Wenn Sie das Material ordnen, reicht es, wenn Sie es querlesen und seinem wesentlichen Sinn nach einordnen können. Aber auch jetzt schon sollten Sie mit dem Stift in der Hand lesen und sich Notizen machen, was an diesem Text relevant für den zu erstellenden Text […]

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Recherche

Wenn ich acht Stunden Zeit hätte um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen. (Abraham Lincoln, der 16. Präsident der USA, 1809 – 1865) Die Recherche ist die gezielte Suche nach Informationen. Sie findet vor dem Verfassen des Textes statt. Es handelt sich dabei um eine systematische Sammlung allen Stoffes, der für den Text relevant sein könnte. Alle Fakten und alle Argumente, die zur Beurteilung der zu beantwortenden Fragen und zur Formulierung des Textes wichtig sind, müssen „auf den Tisch“. Welche Punkte das im Einzelnen sind, darauf gehen wir im Zusammenhang mit den jeweiligen Texten näher […]

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Auftrag

Am Anfang jeder Textproduktion steht immer der Auftrag. Diesen erteilt den Mitarbeitern des Vermieters der Vorgesetzte oder dem beauftragten Berater der Auftraggeber. In den meisten Fällen wird es jedoch der Mieter sein, der mit einem Schreiben oder einem Anruf dafür sorgt, dass eine Antwort verfasst werden muss. In manchen Fällen wird der Auftrag ausdrücklich erteilt, so wenn eine Agentur eine Informationsbroschüre oder ein Rechtsanwalt einen Mietvertrag erstellen soll. Auch der Auftrag an ista oder Techem, die Heizkostenabrechnung zu erstellen, ist ein Auftrag zur Erstellung eines Textes. In den meisten Fällen wird es jedoch keinen ausdrücklichen Auftrag geben. Dieser folgt vielmehr […]

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Texte erstellen

Es ist ein Unterschied, ob man den Weg nur kennt, oder ob man ihn beschreitet. Wer sich mit Fragen der Mieterorientierung und der Verständlichkeit von Texten befasst hat, kann deshalb noch keine guten Texte verfassen. Natürlich kann man einfach drauf losschreiben und produzieren. So wird es in vielen Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen auch gehandhabt. Das Ergebnis fällt entsprechend mager aus. Es gibt auch keinen Weg, der sicher zum Ziel führt, keine Gebrauchsanleitung zum guten Schreiben. Wenn man sich beim Backen an das Rezept hält, kommt in der Regel etwas Genießbares dabei heraus, auch wenn man nur wenig Erfahrung und Talent hat. […]

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Zusammengesetzte Wörter

Um Sachverhalte nicht mit mehreren Worten umschreiben zu müssen, bildet man im Deutschen häufig zusammengesetzte Wörter, sogenannte „Komposita“. Man findet sie auch in wohnungswirtschaftlichen Texten. Sie können durchaus ihre Berechtigung haben, vor allem bei allgemein geläufigen Fachbegriffen wie „Betriebskostenabrechnung“ oder „Eigenbedarfskündigung“. Häufig werden solche zusammengesetzten Wörter aber ohne Rücksicht auf die Lesegewohnheiten der Mieter gebildet. Aus einem Unternehmen, dass die Heiz- und Warmwasserkosten abrechnet, wird dann ein „Abrechnungsdienstleister”. Oder aus einem Wohnungsunternehmen mit eigenen Wohnungen wird ein „Wohnungsbestandshalter”. Solche Begriffe sind wie Fremdwörter, schwer zu lesen und schwer verständlich. Man sollte sie daher vermeiden. Es findet sich immer eine kurze […]

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Abkürzungen

Mit Abkürzungen ist es wie mit Fremdwörter: sie sind eine zweischneidige Angelegenheit. Sie sind manchmal unvermeidlich, weil es  sich um allgemein bekannte Fachbegriffe handelt, die der Arbeitserleichterung dienen. Man denke nur an die gebräuchlichen Abkürzungen von allgemein bekannten Gesetzen (BGB) oder Verordnungen (HeizkostenV). Oder um Begrifflichkeiten aus den Bereichen der Wirtschaft (€), der Technik (PC) oder der Kommunikation (ARD). Sie erleichtern das Lesen, wenn nicht jedesmal das ganze Wort ausgeschrieben und gelesen werden muss. Manchmal werden Abkürzungen jedoch ohne einen nachvollziehbaren Grund eingesetzt oder sie sind nicht allgemein bekannt. Der Gebrauch von „usw“ oder von „etc“ ist zumeist unnötig. Sie […]

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Fremdwörter vermeiden

Fremdwörter sind eine zweischneidige Angelegenheit. Sie sind manchmal unvermeidlich, weil es keine angemessenen deutschen Begriffe gibt oder weil es sich um Fachbegriffe aus Gesetzen oder Verordnungen handelt, die man aus Gründen der Rechtssicherheit verwenden sollte. Häufig werden sie jedoch ohne einen nachvollziehbaren Grund eingesetzt. Dies führt beim Leser zu Unverständnis, ggfls. sogar zu Verärgerung. Der unnötige Gebrauch von Fremdwörtern kann schnell als unangenehmes Imponiergehabe aufgefasst werden. Dies kann dazu führen, dass die eigentliche Botschaft des Textes in den Hintergrund gedrängt oder gar nicht mehr verstanden wird. Was überhaupt ein Fremdwort ist, hängt von der angesprochenen Zielgruppe ab. Es ist ein […]

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Variabel formulieren

Texte werden interessanter, wenn man nicht immer die gleichen Wörter und Satzkonstruktionen verwendet, sondern versucht, variabel zu formulieren. So kann der Vermieter beim Namen genannt oder auch als die Genossenschaft oder das Wohnungsunternehmen bezeichnet werden. Dies gilt vor allem für Mieterzeitungen und Webseiten. Es gibt eine Reihe von Büchern und Webseiten, die bei der Suche nach  Synonymen oder sinnverwandten Wörtern hilfreich sind wie z.B. http://synonyme.woxikon.de. Synonyme oder sinnverwandte Wörter sind Wörter mit gleicher oder doch sehr ähnlicher Bedeutung. Wirklich bedeutungsgleiche Wörter sind allerdings sehr selten, es gilt also zu beachten, dass die Ersetzung eines Wortes durch ein synonymes eine stilistische oder […]

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