Corona

Die Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens durch die verordneten und empfohlenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betreffen auch die Wohnungswirtschaft. In vielen Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen wird im Homeoffice und unter Nutzung digitaler Techniken gearbeitet. Die Besichtigung von Wohnungen ist nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Für viele Menschen gilt jetzt erst recht der Satz: „My home is my castle.”

Die wirtschaftlichen Probleme, die durch die Einschränkungen auf viele Unternehmen, Selbständige und Arbeitnehmer zukommen, werden auch an der Wohnungswirtschaft nicht spurlos vorbeigehen. Es wird vor allem im Bereich der Gewerbemieten, aber auch bei den Wohnungsmieten zu Zahlungsproblemen und Zahlungsausfällen kommen. Darauf haben Gesetzgeber und Rechtsprechung bereits reagiert. Es wurden rechtliche Möglichkeiten der Vermieter eingeschränkt, aber auch Hilfsmaßnahmen für Mieter und Vermieter beschlossen.

So gibt es das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19- Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27.03.2020 (BGBl. I 2020, 569)”. Dieses regelt auch mietrechtliche Angelegenheiten, die es zu beachten gilt. So wird unter anderem die Kündigung wegen Zahlungsverzugs erschwert. Seit dem 1. April 2020 darf der Vermieter dem Mieter von Wohn- oder Gewerberaum nicht wegen eines coronabedingten Zahlungsverzugs kündigen, der die Mieten für April, Mai und Juni 2020 betrifft. Allerdings ist die Regelung nicht verlängert worden. 

Im November 2020 hat das ifo-Institut ermittelt, wie viele Unternehmen sich wegen der Coronakrise in ihrer Existenz bedroht sehen. Am stärksten betroffen sind die Reisebranche und das Gastgewerbe, die Bau- und Immobilienwirtschaft hingegen so gut wie nicht. Lediglich 4% der Baufirmen mit mehr als 20 Mitarbeitern haben Sorgen, dass Corona für sie den Ruin bedeuten könnte. Bei den  Grundstücks- und Wohnungsunternehmen sind es 6,7%, in der Gebäudebetreuung 4,5%.  Am stärksten gefährdet fühlen sich mit 86 % Reisebüros und -veranstalter, , Hotels mit 76% und Gaststätten mit 62%. Der Einzelhandel liegt bei 18%.

In diesem Sonderbereich unserer Website werden wir auf einzelne coronabedingte Themen eingehen.

Bild: Aldeca-Productions_AdobeStock

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