Der Entwicklungszustand

Der wichtigste Faktor bei der Bewertung eines Grundstücks ist seine Lage. Aber nur, wenn man mit dem Grundstück auch etwas wirtschaftlich sinnvolles anfangen kann. Das ist die Frage nach seinem Entwicklungszustand. Der Entwicklungszustand eines Grundstücks bestimmt die Möglichkeiten, auf ihm wohnungswirtschaftlich tätig zu werden. Die klassischen Entwicklungszustände werden in § 5 ImmoWertV beschrieben. Die Vorschrift lautet:

§ 5 Entwicklungszustand

(1) Flächen der Land- oder Forstwirtschaft sind Flächen, die, ohne Bauerwartungsland, Rohbauland oder baureifes Land zu sein, land- oder forstwirtschaftlich nutzbar sind.
(2) Bauerwartungsland sind Flächen, die nach ihren weiteren Grundstücksmerkmalen (§ 6), insbesondere dem Stand der Bauleitplanung und der sonstigen städtebaulichen Entwicklung des Gebiets, eine bauliche Nutzung auf Grund konkreter Tatsachen mit hinreichender Sicherheit erwarten lassen.
(3) Rohbauland sind Flächen, die nach den §§ 30, 33 und 34 des Baugesetzbuchs für eine bauliche Nutzung bestimmt sind, deren Erschließung aber noch nicht gesichert ist oder die nach Lage, Form oder Größe für eine bauliche Nutzung unzureichend gestaltet sind.
(4) Baureifes Land sind Flächen, die nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften und den tatsächlichen Gegebenheiten baulich nutzbar sind.

Neben diesen offiziellen Entwicklungszuständen gibt es noch weitere Stadien der Entwicklung eines Grundstücks, die wohnungswirtschaftlich relevant sind und im Geschäftsverkehr eine Rolle spielen. Am weitesten entwickelt ist ein Grundstück, wenn es bebaut ist. Im Handel mit Wohnungen spielen bebaute Grundstücke die größte Rolle. Mehr ist nicht möglich. Zwischen den bebauten Grundstücken und dem baureifen Land liegen die Grundstücke, für die eine fertige Projektentwicklung vorliegt, in der Regel bereits mit einer Baugenehmigung.

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