Der Versicherungswert

Der Versicherungswert dient dazu, den zur Schadenregulierung erforderlichen Geldbetrag zu bestimmen. Er ist gesetzlich definiert in § 88 Versicherungsvertragsgesetz. Die Vorschrift lautet:

§ 88 Versicherungswert

Soweit nichts anderes vereinbart ist, gilt als Versicherungswert, wenn sich die Versicherung auf eine Sache oder einen Inbegriff von Sachen bezieht, der Betrag, den der Versicherungsnehmer zur Zeit des Eintrittes des Versicherungsfalles für die Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung der versicherten Sache in neuwertigem Zustand unter Abzug des sich aus dem Unterschied zwischen alt und neu ergebenden Minderwertes aufzuwenden hat.

Es handelt sich um den Neuwert abzüglich der durch die Alterung eingetretenen Wertminderung. Zur Berechnung der Wertminderung wird im Regelfall auf den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baupreisindex zurückgegriffen (Geyer/Müller, Crashkurs Immobilienwirtschaft, Seite 52).

Da man ein Wohnhaus nicht im gebrauchten Zustand wieder aufbauen kann, sondern nur zum Neuwert, werden Wohngebäude in der Regel zum gleitenden Neuwert versichert. Es gibt dann keinen Abzug der Wertminderung.

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