Formatierung

Schriftart und Schriftgröße

Schriftarten gibt es wie Sand am Meer. In jedem Standard-Schreibprogramm wie Word, Pages oder Open Office sind sie dutzendweise vorinstalliert. Die Windows-Schriftarten wie zum Beispiel Arial sind sehr verbreitet. Die Leser sind sie gewohnt. Außerdem können Dateien mit dieser Schriftart einfach ausgetauscht werden, da sie auf nahezu jedem Rechner vorinstalliert sind.

Die Schrift muss vor allem gut lesbar sein. Das Auge des Lesers soll leicht die einzelnen Bestandteile eines Textes erkennen können. Für längere Texte wie Broschüren, Geschäftsberichte oder auch die Betriebskostenabrechnungen größerer Wohnanlagen empfehlen sich Serifenschriften (Serifen sind kleine Endstriche eines Buchstabens, umgangssprachlich auch „Füßchen“ genannt) wie Times New Roman oder Garamond. Für kürzere Texte können Sie auch serifenlose Schriften wie Arial verwenden (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 107).

Der Punkt (p) ist die Grundeinheit zur Angabe von Schriftgrößen. Sie sollte zwischen 10 und 12 Punkten liegen (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 107). Dabei sagt allein die Anzahl der Punkte noch nichts über den optischen Eindruck der Schriftgröße aus. Dieser ist vor allem von der sogenannten Mittellänge abhängig, also der Höhe der kleinen Buchstaben. Auch dies ist bei der Auswahl der Schriftart zu beachten.

Zeilenausrichtung und Zeilenabstand

Der Text kann linksbündig, rechtsbündig, zentriert oder im Blocksatz ausgerichtet sein. Bei den meisten Texten geht es nur um die Frage, ob sie linksbündig (Der linke Rand ist glatt und der rechte rau) oder im Block (Alle Zeilen haben die gleiche Breite) ausgerichtet werden. Der Blocksatz hat den Vorteil, dass die glatten Ränder an beiden Seiten einen sehr ordentlichen Eindruck machen. Gegen die mit ihm verbundenen Nachteile, dass der Abstand zwischen den Wörtern uneinheitlich ist und Lücken entstehen können, kann man verschiedene Maßnahmen wie die Silbentrennung am Zeilenende oder Veränderungen der Wortabstände ergreifen. Anders ist es allerdings bei Texten im Web, die linksbündig geschrieben werden.

Der Zeilenabstand ist der von Grundlinie zu Grundlinie gemessene Abstand zwischen zwei direkt untereinander gelegenen Zeilen eines Textes. Angegeben wird er in der typografischen Einheit Punkt. Der Zeilenabstand ist wesentlich für die Leserlichkeit eines Textes. Bei zu geringem Zeilenabstand wirkt er gedrängt, bei zu großem Abstand wird die Zusammenschau des Textes erschwert. Der Zeilenabstand sollte sich an der Schriftgröße und der Länge des Textes orientieren. Bei einer Schriftgröße von 12 Punkten sollte der Zeilenabstand daher bei mindestens 1,0 (Der Zeilenabstand entspricht dann der Schriftgröße), besser bei 1,2 liegen. Den Zeilenabstand können Sie in jedem Schreibprogramm einfach mit einem Klick in der Formatierungsleiste einstellen.

Gliederung, Auszeichnung und Einrichtung

Kapitel, Absätze, Überschriften, Aufzählungen, Hervorhebungen und andere derartige Stilmittel dienen der optischen Gliederung des Textes. Sie helfen, die innere Struktur für den Leser sichtbar zu machen, zeigen den roten Faden auf und heben Wesentliches hervor.

Vor allem Absätze erhöhen die Lesbarkeit von längeren Texten innerhalb von Abschnitten oder Kapiteln. Sie signalisieren einen neuen Gedanken und erleichtern dadurch den Überblick über den Text. Absätze werden durch eine Leerzeile voneinander getrennt. Dafür sind zwei Zeilenschaltungen erforderlich.

Mit Auszeichnungen heben Sie einzelne Textteile wie z.B. die Überschriften hervor. Dadurch springen sie dem Leser sofort ins Auge. Bewährte Mittel für die Auszeichnung sind Fettschrift, Unterstreichungen, Kursivschrift oder GROSSBUCHSTABEN. Auch mit farbiger Schrift oder einem farbigen Hintergrund kann man Textteile hervorheben.

Bei der Einrichtung geht es um die Verteilung des Textes auf der Seite, also vor allem um die Ränder. Dazu gibt es Vorgaben in der DIN 5008 oder auch in den Gestaltungsrichtlinien. Der linke Rand muss so breit sein, dass man das Blatt heften kann. Empfohlen werden 24,1 mm (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 109). Der rechte Rand kann dem linken Rand entsprechen oder auch kleiner sein. Unten muss so viel Rand sein, dass man das Blatt halten kann, ohne den Text zu verdecken (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 109).

 

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