Gewerbliche Nutzung

Das ein Wohnungsmietvertrag abgeschlossen wird, ergibt sich in der Regel schon aus der Überschrift („Wohnungsmietvertrag”) und der Beschreibung des Mietobjektes („…die in dem Gebäude in der 2. Etage links gelegene Wohnung.”). Der Mieter darf die Räume aufgrund eines solchen Vertrages nur zu Wohnzwecken nutzen. Zum Wohnen gehört die Führung eines Haushalts, aber auch die Ausübung beruflicher Tätigkeiten ohne Außenwirkung wie die Unterrichtsvorbereitung eines Lehrers oder die Telearbeit eines Angestellten (Schmidt-Futterer/Blank, Vorbemerkung zu § 535, Rdnr. 95).

Eine geschäftliche Nutzung der Wohnung zu freiberuflichen oder teilgewerblichen Zwecken mit Außenwirkung ist dagegen ohne Zustimmung des Vermieters nicht zulässig (Schmidt-Futterer/Blank, Vorbemerkung zu § 535, Rdnr. 95a). Dies gilt auch ohne besondere Vereinbarung von Rechts wegen. Es ist trotzdem zulässig und angemessen, den Vertragszweck „Wohnen” im Mietvertrag ausdrücklich zu nennen und darauf hinzuweisen, dass eine freiberufliche oder teilgewerbliche Nutzung unzulässig ist. Auf diese Weise wird eine wichtige Begrenzung der durch den Mietvertrag erworbenen Rechte des Wohnungsmieters deutlich gemacht: Du darfst die angemietete Wohnung für Dich und Deine Familie nutzen, um dort zu wohnen. Andere Nutzungen sind Dir nicht gestattet.

 

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