Konkret formulieren

Die Hirnforschung hat herausgefunden, dass konkrete Begriffe besser im Gedächtnis haften bleiben als abstrakte Ausdrücke (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 128). Verwenden Sie daher konkrete Worte aus der Lebenswirklichkeit ihrer Mieter. Meiden Sie langweilige abstrakte Begriffe. Das heißt nicht, dass man raffinierte Wörtern nutzen müsste. Es genügt das angemessene Wort (Duden, Stilsicher schreiben, 2010, Seite 18).

Eine defekte Heizung ist eine defekte Heizung und sollte nicht zu einem „Mangel der Mietsache” werden. In den meisten Fällen ist es auch rechtlich nicht erforderlich, auf diese abstrakten Begrifflichkeiten zurückzugreifen. Schreiben Sie daher Ihrem Mieter, dass er Ihnen einen Defekt an der Heizung mitgeteilt hat. Widerstehen Sie der Versuchung, ihm zu bestätigen, dass er Ihnen einen Mangel der Mietsache gemeldet hat. Eine Kündigung ist eine Kündigung und nicht „eine Maßnahme betreffend die Beendigung des Mietverhältnisses” (So die Formulierung bei Blank/Börstinghaus, § 535 BGB, Rdnr. 74).

Dabei geht es nicht nur um guten oder schlechten Stil. Konkrete Wörter sind für die Leser mit eigenen Erfahrungen verknüpft. Sie verstehen sie daher besser und schneller als abstrakte Begriffe.

Wenn Sie einen abstrakten Begriff nicht vermeiden können, weil der Sachverhalt selbst noch unklar ist, sollte man das Gemeinte durch anschauliche Beispiele konkretisieren. So sollte man eine Regelung zu Haustieren durch die Aufzählung der gemeinten Tierarten (Z.B. Hunde und Katzen) erläutern.

 

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