Kosten des Baugrundstücks

Die Kosten des Baugrundstücks sind Teil der Gesamtkosten, wenn die Wirtschaftlichkeit für öffentlich geförderten Wohnraum zu ermitteln ist. Was zu den Kosten des Baugrundstücks gehört, ergibt sich aus § 5 Absatz 2 der II. Berechnungsverordnung (II. BV).

Nach § 5 Absatz 2 der II. BV sind Kosten des Baugrundstücks

  1. der Wert des Baugrundstücks,
  2. die Erwerbskosten
  3. und die Erschließungskosten.

Der Wert des Baugrundstücks ist in der Regel der Verkehrswert (§ 6 Absatz 1 Nummer 3 II. BV). Die Erwerbsnebenkosten sind die Kosten für den Notar, das Grundbuchamt, den Makler, die Grunderwerbssteuer und eventuelle Wertermittlungskosten. Erschließungskosten sind Kosten für die Anbindung des Grundstücks an die öffentlichen Straßen sowie das Mediennetz (Strom, Wasser, Abwasser, Telefon). Sie fallen nicht gesondert an, wenn das Grundstück bereits erschlossen ist.

Bei einem Erbbaugrundstück sind Kosten des Baugrundstücks nur die dem Erbbauberechtigten entstehenden Erwerbs- und Erschließungskosten. Zu den Erwerbskosten des Erbbaurechts gehört auch ein Entgelt, das der Erbbauberechtigte einmalig für die Bestellung oder Übertragung des Erbbaurechts zu entrichten hat, soweit es angemessen ist.

Bild: marcus_hofmann / Fotolia

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