Schreiben macht Arbeit

„Texte, die sich mühelos lesen lassen, sind mit viel Mühe geschrieben. Texte, die ohne Mühe geschrieben sind, lassen sich nur mit Mühe lesen (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 211).

Am Ende ist das Verfassen von Texten, vor allem von einfachen und verständlichen Texten über komplizierte Themen, immer mit Arbeit und Sorgfalt verbunden. Man muss recherchieren, ordnen, gliedern, formulieren und kontrollieren. Wer sich die Mühe nicht machen will, kann keine guten Ergebnisse erwarten. Der Philosoph Karl Popper sagte einmal: “Verständliches Deutsch lässt nicht auf mangelnde Arbeit am sprachlichen Ausdruck schließen, im Gegenteil. Wer es nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er es klar sagen kann” (Karl Popper, Auf der Suche nach einer besseren Welt, 15. Auflage 2009). Sich einfach und verständlich auszudrücken ist in der Tat anspruchsvoller und arbeitsreicher als der umgekehrte Weg.

Dabei darf man einen wichtigen Faktor nicht unterschätzen: Die Zeit. Gute Texte benötigen ausreichend Zeit. Wenn man einen Auftrag bekommt und Zusagen macht, sollte man ausreichend Zeit einkalkulieren. Der Aufwand für gute Arbeit wird häufig unterschätzt, vor allem der für die Vorbereitung und die Nachbereitung. Wenn die Zeit dann knapp wird neigt man dazu, an der Qualität der Arbeit zu sparen. Das mag in dieser Lage unvermeidbar sein, um die Zusage noch einzuhalten. Der Ärger ist trotzdem vorprogrammiert. Es ist zumeist besser, mehr Zeit einzuplanen und dafür einen guten Text abzuliefern. Wenn die zur Verfügung stehende Zeit objektiv nicht reicht, muss auch das klar ausgesprochen werden. Die Arbeit muss dann auf mehrere Schultern verteilt werden.

Auch Vorgesetzte und Auftraggeber schätzen Mitarbeiter mehr, die ihr Zeitbudget im Griff haben und eine gute Qualität abliefern, als diejenigen, die vorschnelle Zusagen machen und diese dann nur dadurch einhalten können, dass sie einen schludrigen Text abliefern.

Zur Arbeit gehört auch, dass man richtig schreibt. Erst durch die Regeln der Rechtschreibung und der Grammatik werden Texte verständlich. Sie belegen, dass man sie für den Leser und die Leserin verfasst und Wert darauf legt, gelesen und verstanden zu werden. Es ist daher wichtig, dass man sich die Mühe macht, den Text wieder und wieder zu lesen und zu korrigieren, so dass er am Ende keine Fehler mehr enthält.

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