Der Beleihungswert

Der Begriff des Beleihungswerts stammt aus der Kreditwirtschaft. Er ist gesetzlich definiert in § 16 Absatz 2 Pfandbriefgesetz: Der Beleihungswert darf den Wert nicht überschreiten, der sich im Rahmen einer vorsichtigen Bewertung der zukünftigen Verkäuflichkeit einer Immobilie und unter Berücksichtigung der langfristigen, nachhaltigen Merkmale des Objektes, der normalen regionalen Marktgegebenheiten sowie der derzeitigen und möglichen anderweitigen Nutzungen ergibt. Spekulative Elemente dürfen dabei nicht berücksichtigt werden. Der Beleihungswert darf einen auf transparente Weise und nach einem anerkannten Bewertungsverfahren ermittelten Marktwert nicht übersteigen. Der Marktwert ist der geschätzte Betrag, für welchen ein Beleihungsobjekt am Bewertungsstichtag zwischen einem verkaufsbereiten Verkäufer und einem kaufbereiten […]

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Wertermittlung

Grundstücke, Gebäude und Wohnungen stellen einen Großteil des deutschen Vermögensstocks dar (Näheres in unserem Beitrag „Wohnungsbestand”). Anders als bei Produkten des täglichen Bedarfs hängt an ihnen kein Preisschild, dem man entnehmen kann, was das Grundstück oder das Gebäude kostet. Ohne den Wert zu kennen ist es jedoch schwierig, sinnvolle wirtschaftliche Entscheidungen (An- und Verkauf, Investition, Beleihungswertermittlung, Bestimmung des Zugewinnausgleichs in einem Ehescheidungsverfahren, Ermittlung des gesetzlichen Pflichtteils im Erbrecht) zu treffen. Die Ermittlung des Wertes von Grundstücken und Gebäuden ist eine schwierige Materie. Vor allem dadurch, dass er maßgeblich von der Lage des Grundstücks abhängt. Der Wert eines Grundstücks bestimmt sich gemäß § […]

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