Nachlasspfleger

Gemäß § 1922 Absatz 1 BGB geht mit dem Tode einer Person (Erbfall) deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über. Dies geschieht ganz automatisch von Rechts wegen. Eine Erbschaft muss nicht ausdrücklich angenommen werden. Sie kann aber gemäß den §§ 1942 Absatz 1 BGB, 1944 Absatz 1 BGB binnen 6 Wochen ausgeschlagen werden. Die Frist beginnt nach § 1944 Absatz 2 BGB mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt. Sie kann daher auch deutlich länger als 6 Wochen betragen, wenn der Erbe von seinem Erbrecht […]

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Erbschafts- und Schenkungssteuer

Inhalt: Erwerb von Todes wegen Schenkungen unter Lebenden Entstehen der Steuer Steuerklassen Freibeträge Berechnung der Steuer Steuerbefreiungen Grundstücke, Gebäude und Wohnungen werden nicht nur verkauft, sondern auch vererbt und verschenkt. Nach § 3 GrEStG unterliegen diese Erwerbsvorgänge nicht der Grunderwerbsteuer, sondern gemäß § 1 Absatz 1 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer). 1. Erwerb von Todes wegen Als Erwerb von Todes wegen gilt gemäß § 3 Absatz 1 Nummer 1 ErbStG der Erwerb durch Erbanfall (§ 1922 des Bürgerlichen Gesetzbuchs), durch Vermächtnis (§§ 2147 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs) oder auf Grund eines geltend gemachten Pflichtteilsanspruchs (§§ 2303 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs). […]

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