Anregung

Wohnungswirtschaftliche Texte befassen sich zumeist mit trockenen bürokratischen Themen. Je trockener das Thema ist, um so wichtiger sind Anreize, die dazu motivieren, gründlich und bis zum Ende zu lesen. Dies hat viel mit dem Layout der Texte und persönlicher Ansprache zu tun, aber auch mit den Formulierungen. So kann man beispielsweise durch sprachliche Bilder, anschauliche Beispiele, Illustrationen oder provokante Fragestellungen zusätzliches Interesse wecken. Am wichtigsten sind dabei die Beispiele. „Zeigen, nicht berichten”, lautet eine Grundregel des kreativen Schreibens (Hoffmann, Besser schreiben für Dummies, Seite 163). Sie gilt auch für das mieterorientierte Schreiben in einem Wohnungsunternehmen. Sie gilt dort erst recht, […]

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Kürze

Ein guter Text ist kurz, aber nicht zu kurz. So kurz wie möglich und so ausführlich wie nötig. Dies erreicht nur, wer mit dem Thema, über das geschrieben werden soll, vertraut ist. Nur dann kann man beurteilen, ob der Text alle erforderlichen Informationen enthält. Wenn dies erreicht ist, ist mehr nicht nötig. Meistens werden wohnungswirtschaftliche Texte zu lang, vor allem aus Sorge, rechtlich relevante Informationen zu vergessen. Andererseits muss er so ausführlich sein, dass der Mieter den Text verstehen kann. Zu knappe Texte können ebenso unverständlich sein wie zu lange. Das richtige Maß zu entwickeln ist eine Aufgabe, die viel […]

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Gliederung

Dieses Merkmal bezieht sich auf die innere Ordnung und die äußere Gliederung eines Textes. Wie die Gliederung aufgebaut sein muss, hängt von der Art und dem Inhalt des Textes ab. Die Inhalte sollten sinnvoll aufeinander folgen und aufeinander bezogen sein. Bei vielen wohnungswirtschaftlich relevanten Texten gibt es auch rechtliche Vorgaben für die Gliederung. Jeder Text sollte eine deutlich erkennbare Gliederung haben, der er folgt. Überschriften, Kapitel, Absätze, Aufzählungen, Hervorhebungen und andere derartige Stilmittel helfen, die innere Struktur für den Leser sichtbar zu machen, zeigen den roten Faden auf und heben Wesentliches hervor. Wie die Gliederung aussehen kann, erläutern wir bei […]

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Einfache Sprache

Einfach muss die Sprache in Wortwahl und Satzbau sein. Es sollten einfache und bekannte Wörter genutzt werden. Fremdwörter, Modewörter oder Fachausdrücke, die nur Spezialisten geläufig sind, sollten vermieden werden. Gleiches gilt für Abkürzungen. Wenn sie sich nicht vermeiden lassen, müssen sie erklärt werden. Einfache, kurze und gut strukturierte Sätze machen einen Text verständlich. Bandwurmsätze, die der Leser mühsam entschlüsseln muss, stehen dem Lesefluss und der Leselust entgegen. Haben Sie keine Angst vor einfachen und kurzen Sätzen. „Viele Autoren scheuen sich vor einfachen Sätzen aus Sorge, sie wirkten banal und ungebildet. Dabei verhält es sich genau andersherum: Es erfordert sehr viel […]

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Das Hamburger Verständlichkeitsmodell

Es gibt Modelle, die versuchen, dem Problem der Verständlichkeit von Texten mit mathematischen Methoden auf die Spur zu kommen, sogenannte Lesbarkeitsindizes, die Auskunft über die Verständlichkeit geben sollen. Die wohl bekanntesten sind der „Reading Ease“ nach Robert Flesch und die Wiener Sachtextformel. Sie untersuchen die Anzahl und Länge der Silben, Wörter und Sätze und setzen diese Zahlen in Beziehung zueinander. Dadurch erfährt man jedoch nur etwas über die Lesbarkeit eines Textes, nicht über seine Verständlichkeit, da sich die Berechnungen am Satz orientieren, nicht am Text (Baumert, Professionell texten, Seite 35). Lesbarkeit ist ein wichtiges Kriterium von Verständlichkeit, aber nicht das einzige. […]

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