Hammerschlags- und Leiterrecht

Wenn Bauwerke auf der Grundstücksgrenze stehen, können Bau-, Instandsetzungs- und Unterhaltungsarbeiten häufig nur von einem Nachbargrundstück ausgeführt werden. In der Praxis geht es zumeist darum, dass Aussenwände gereinigt, ausgebessert, verputzt oder neu gemalert werden. Dem dient das sogenannte „Hammerschlags- und Leiterrecht“. In Berlin wie in den meisten Bundesländern ist es in den Nachbarrechtsgesetzen ausdrücklich geregelt. Wo eine solche landesgesetzliche Regelung fehlt wie in Bremen ergibt sich das Hammerschlags- und Leiterrecht aus dem nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnis. Der Eigentümer und der Nutzungsberechtigte (=Mieter, Pächter, Nießbraucher) eines Grundstücks müssen gemäß § 17 Absatz 1 NachbG Bln dulden, daß ihr Grundstück einschließlich der Bauwerke von […]

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