Was geregelt werden muss

Nach § 154 Absatz 1 BGB kommt ein Mietvertrag erst dann zustande, wenn sich Mieter und Vermieter über alle Punkte geeinigt haben, die nach ihrem Willen Voraussetzung für den Vertragsschluss sein sollen. Dies wird dadurch dokumentiert, dass das seitens des Vermieters vorgelegte Vertragsformular unterzeichnet wird.

In den meisten Mietverträgen steht allerdings viel mehr, als Mieter und Vermieter konkret besprochen haben. Im besten Fall hat der Mieter den Text ganz durchgelesen und sich zu den Stellen, die er nicht verstanden hat, beraten lassen.

Viele Zeilen in den gängigen Mietverträgen sind nicht erforderlich und führen zu unnötig langen und komplizierten Vertragstexten. Beschränkt man sich darauf, nur das in einem Mietvertrag zu regeln, wofür es eine sachliche Begründung gibt, können diese schlank, übersichtlich und gut verständlich abgefasst werden.

Am wichtigsten sind die Punkte, ohne die von einem Vertrag gar nicht die Rede sein kann, die wesentlichen Vertragsinhalte. Juristen sprechen bei diesen Mindestanforderungen von den „essentialia negotii”. Dazu gehören

Man könnte sich darauf beschränken, diese vier Punkte zu regeln. Dafür bräuchte man noch nicht einmal einen schriftlichen Mietvertrag. Mieter und Vermieter könnten sich in der Wohnung treffen und die Vermietung dieser Wohnung per Handschlag besiegeln. Nicht einmal eine konkrete Miethöhe müssten sie vereinbaren. Alles andere ergibt sich aus dem Gesetz.

Bild: Fotolia / eccolo

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