Wirtschaftsfaktor Immobilien

Inhalt:
  1. Definition der Immobilienwirtschaft
  2. Bruttowertschöpfung der Immobilienwirtschaft
  3. Beschäftigte in der Immobilienwirtschaft
1. Definition der Immobilienwirtschaft

Die Immobilienwirtschaft ist einer der größten Wirtschaftszweige der deutschen Volkswirtschaft. Dies liegt vor allem daran, dass die immobilienbezogenen Tätigkeiten weit gefächert sind und von der Immobilienbewirtschaftung bis zur Vermittlung, Finanzierung, Planung und Bautätigkeit reichen.

Es gibt eine enge und eine weite Definition der Immobilienwirtschaft:

Nach der engen Definition (Entsprechend der Wirtschaftszweigklassifikation des Statistischen Bundesamtes) zählen zur Immobilienwirtschaft alle Selbstnutzer, Kleinvermieter und Unternehmen, die in den Bereichen Vermittlung, Verwaltung, Handel und Vermietung tätig sind.

Nach der weiten Definition zählen zur Immobilienwirtschaft zusätzlich die Architekten, Planer, Juristen, Kreditgeber, Makler, Gutachter und Bauunternehmen. Die Immobilienwirtschaft ist in hohem Maße spezialisiert und arbeitsteilig organisiert.

2. Bruttowertschöpfung der Immobilienwirtschaft

Die Bruttowertschöpfung (Die Bruttowertschöpfung ist der Gesamtwert aller in einer Periode in dieser Branche produzierten Waren und Dienstleistungen, abzüglich der sogenannten Vorleistungen) der Immobilienwirtschaft betrug im Jahr 2011 nach der engen Definition 264 Mrd. € und nach der weiten Definition 434 Mrd. €. Dies entspricht einem Anteil von knapp 12 Prozent bzw. 19 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland. Andere Branchen, wie der Fahrzeugbau (81 Mrd. Euro), die Gesundheitswirtschaft (164 Mrd. Euro) oder der gesamte Handel (226 Mrd. Euro) sind deutlich kleiner (Die Zahlen sind entnommen einer im Jahr 2013 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellten Studie über die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft).

2015 erwirtschaftete die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft im engeren Sinne  nach Angaben des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. eine Bruttowertschöpfung von rund 304 Milliarden EUR (Nach der weiten Definition 508 Mrd. Euro). Dies entsprach einem Anteil von 11,2 % (Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2016/2017, Seite 7). Das ist weit mehr als im Maschinenbau (3,5 %), in der Automobilindustrie (4,5 %) oder im gesamten Handel (7,9 %) erzielt wurde. Sie ist damit weiterhin einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Angesichts der weiter ansteigenden Haushaltszahlen (Mehr dazu in unserem Beitrag „Bevölkerungsentwicklung”) wird diese Stellung auch zukünftig bestehen bleiben.

In der nachfolgenden Tabelle des Statistischen Bundesamts ist die Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen für die vergangenen drei Jahre dargestellt. Große Bereiche wie das produzierende Gewerbe oder der Handel sind nicht weiter aufgegliedert.

Tabelle: Statistisches Bundesamt

3. Beschäftigte in der Immobilienwirtschaft

In den Unternehmen der Immobilienwirtschaft im weiteren Sinne arbeiten rund 2,8 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, was rund 10 Prozent aller abhängig Beschäftigten entspricht. In der Immobilienwirtschaft im engen Sinn waren Ende 2011 rund 215.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, die Zahl aller Erwerbstätigen betrug 435.000. Vor allem in den 1990er Jahren konnte die Immobilienwirtschaft in der engen Abgrenzung große Beschäftigungsgewinne verbuchen, in den 2000er Jahren hat sich das Wachstum verstetigt.

Bild: animaflora / Fotolia

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