Zusammengesetzte Wörter

Um Sachverhalte nicht mit mehreren Worten umschreiben zu müssen, bildet man im Deutschen häufig zusammengesetzte Wörter, sogenannte „Komposita“. Man findet sie auch in wohnungswirtschaftlichen Texten. Sie können durchaus ihre Berechtigung haben, vor allem bei allgemein geläufigen Fachbegriffen wie „Betriebskostenabrechnung“ oder „Eigenbedarfskündigung“.

Häufig werden solche zusammengesetzten Wörter aber ohne Rücksicht auf die Lesegewohnheiten der Mieter gebildet. Aus einem Unternehmen, dass die Heiz- und Warmwasserkosten abrechnet, wird dann ein „Abrechnungsdienstleister”. Oder aus einem Wohnungsunternehmen mit eigenen Wohnungen wird ein „Wohnungsbestandshalter”. Solche Begriffe sind wie Fremdwörter, schwer zu lesen und schwer verständlich. Man sollte sie daher vermeiden. Es findet sich immer eine kurze und prägnante Formulierung, um das Gleiche in verständlicher Form auszudrücken. Insbesondere lange Wörter, die aus mehreren Begriffen zusammengesetzt werden wie der „Rauchabzugsanlagenwartungsvertrag”, sollte man vermeiden. Ab drei Wörtern leidet die Übersichtlichkeit. Dann sollte man lieber einen Satz bilden und von einem „Wartungsvertrag für die Rauchabzugsanlagen” sprechen.

Wann ein Kompositum ein allgemein geläufiger Begriff ist und daher bedenkenlos verwendet werden kann und wann man es besser vermeiden und umschreiben sollte, hängt ab von der Kenntnis der wohnungswirtschaftlichen Sprachgewohnheiten und der Erfahrung im Umgang mit gutem Deutsch.

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