Zwangsverwaltungsbeteiligte

In einem Zwangsverwaltungsverfahren gibt es folgende Beteiligte:

  • Gläubiger
  • Schuldner
  • Sonstige Beteiligte

Gläubiger ist, wer ein Zwangsverwaltungsverfahren beantragt hat (§ 15 ZVG) oder einem solchen Verfahren beigetreten ist (§ 27 ZVG).

Schuldner ist, gegen wen sich die Anordnung der Zwangsverwaltung richtet. Dies ist in aller Regel der im Grundbuch eingetragene Eigentümer des Grundstücks. Es kann aber auch der noch nicht eingetragene Erbe, der das Grundstück verwaltende Testamentsvollstrecker oder der Insolvenzverwalter sein, wenn das Grundstück zur Insolvenzmasse gehört.

Alle anderen Betroffenen sind Beteiligte. Wer das sein kann, regelt § 9 ZVG. Die Vorschrift lautet:

§ 9 ZVG

In dem Verfahren gelten als Beteiligte, außer dem Gläubiger und dem Schuldner:
1. diejenigen, für welche zur Zeit der Eintragung des Vollstreckungsvermerks ein Recht im Grundbuch eingetragen oder durch Eintragung gesichert ist;
2. diejenigen, welche ein der Zwangsvollstreckung entgegenstehendes Recht, ein Recht an dem Grundstück oder an einem das Grundstück belastenden Recht, einen Anspruch mit dem Recht auf Befriedigung aus dem Grundstück oder ein Miet- oder Pachtrecht, auf Grund dessen ihnen das Grundstück überlassen ist, bei dem Vollstreckungsgericht anmelden und auf Verlangen des Gerichts oder eines Beteiligten glaubhaft machen.

Der Berechtigte einer Grundschuld, der selbst keinen Antrag gestellt hat und auch nicht beigetreten ist, ist also kein Gläubiger, sondern ein Beteiligter.

Bild: kwarner / Fotolia

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